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Abteilung Schach

 

Schachreport 28.06.2014 - Kreisjugendsportspiele 2014

Die Schachsportler waren die letzten, die im Rahmen der Kreisjugendsportspiele um Urkunden und Edelmetall kämpften. Dabei blieben die FHSG-Talente fast unter sich. Leider pausierten mehrere starke Spieler, da in den beiden Vorwochen jeweils Landesmeisterschaften stattfanden und in der nächsten Woche der hochkarätige Bergener Rügenpokal locken.

 5 Altersgruppen kämpften diesmal in jeweils einem separaten Schnellturnier und dabei hagelte es Überraschungen. Von den 5 Goldfavoriten konnten sich nur Oliver und Hannah Böttner durchsetzen. In den einzelnen Altersgruppen gab es folgende Endstände:

Altersklasse A:  1. Fiete Kähling; 2. Willi Schultz; 3. Matti Schubert (alle FHSG)

Altersklasse B:  1. Anton Saß; 2. Rico Klatt; 3. Philipp David (alle FHSG)

Altersklasse C:  1. Oliver Böttner; 2. Patrick Johns; 3. Niels Dinse (alle FHSG)

Altersklasse D:  1. Oskar Senneke (FHSG); 2. Robert David (Gagarin-Schule); 3. Bruno Krämer (FHSG)

Altersklasse E:  1. Hannah Böttner; 2. Arne Schmidt (beide FHSG)

Text :  Hans-Jürgen Isigkeit

Schachreport 21.06.2014 - Wir sind Landesmeister U10!

TimOliverJannisBrunoAnton.

Alle Partien der Meisterschaft sind beendet, nur an einem Brett ticken noch die Uhren. Dort sitzen sich Bo Uwe Stadach (Eintracht Neubrandenburg) und Jannis Troyke vom Stralsunder Verein FHSG gegenüber. Die Konstellation ist einfach: Jannis darf nicht verlieren, denn dann sind die Stralsunder Landesmeister in der Altersklasse U10. Seine Teamkollegen Tim Jenschke, Oliver Böttner, Bruno Krämer und Anton Saß hatten gut vorgearbeitet und Stralsund im Duell gegen die Vier-Tore-Städter mit 2:1 in Front gebracht. Die Neubrandenburger hatten eine Runde zuvor dem zweiten großen Turnierfavoriten Makkabi Rostock ein Unentschieden abgeknöpft, das ihnen selbst Bronze sicherte und zugleich dem Titelverteidiger aus Rostock den fast sicheren Turniersieg wieder entrissen. Zuvor hatten sowohl Makkabi als auch die FHSG-Crew alle Spiele gewonnen, nur gegeneinander gab es ein aus Stralsunder Sicht sehr unglückliches 2:2. Dank der Hilfe aus Neubrandenburg hatten es die Stralsunder nun selbst in den Händen, durch einen Mannschaftssieg gegen eben diese Neubrandenburger den Seriensieger der letzten Jahre zu überflügeln und Landesmeister zu werden. Diese Hände gehören Jannis Troyke, der am Vorabend noch hohes Fieber hatte und der nun in schwieriger, aber leicht besserer Stellung nur noch knapp eine Minute zur Verfügung hat, sein Gegner jedoch drei! Die Zeitüberschreitung und damit ein 2:2 gegen Neubrandenburg war zu diesem Zeitpunkt ziemlich wahrscheinlich. Aber plötzlich explodierte Jannis und er erwies sich als starker Blitzschachspieler. Zug um Zug verbesserte er seine Position und er setzte seinen Gegner Matt. Das passierte, als der Andershofer nur noch 9 Sekunden Bedenkzeit auf der Uhr hatte! Eine großartige Leistung von Jannis! Stralsund war damit Landesmeister, einen Punkt vor Makkabi und 5 Punkte vor Neubrandenburg. Mindestens ebenso großartig war die Leistung von Oliver Böttner, der am Brett 2 alle Spiele gewann. Überzeugt haben auch Tim Jenschke, der am Spitzenbrett die starken Spitzenspieler der anderen Teams neutralisieren sollte, was mit über 50 Prozent der möglichen Punkte auch gelang sowie Bruno Krämer, der ein ähnliches Resultat am Brett 4 erreichte. Die wohl schwierigste Aufgabe hatte Anton Saß zu lösen. Zum einen musste er am Spitzenbrett der II. Mannschaft der FHSG gegen die Landeselite kämpfen, wobei er überzeugte, beispielsweise durch ein Remis gegen Hugo Röste von Makkabi Rostock und außerdem musste er bereit sein, in der Ersten Mannschaft bei Bedarf einzugreifen, ohne daß es zu einem Substanzverlust kam. Auch dies gelang. Die Verantwortlichen des Vereins hatten sich entschieden, Anton diese schwere Aufgabe zu übertragen, da er in den letzten Monaten eine enorme Leistungsentwicklung aufweisen konnte. Zweimal musste er in die erste Mannschaft aufrücken und beide male überzeugte er, zum einen als am Vormittag der gesundheitlich angeschlagene Jannis Troyke eine Auszeit benötigte und in der letzten Runde, als Mannschaftskücken Bruno erwartungsgemäß abbaute. Anton löste diese Rolle insgesamt mit Bravour und er wird langsam zum ernsthaften Kandidaten für die Erste Mannschaft in der Schülerliga. Das ist aber auch für Niels Dinse noch ein Thema. Diesmal musste Niels am Brett 1 oder 2 der Zweiten spielen und seine lange Trainings- und Wettkampfpause machte sich diesmal noch deutlich bemerkbar, im nächsten Turnier wird es anders sein! Oskar Senneke spielte am Brett 3 von Stralsund II erstaunlich gutes Schach und er wird bald zu einer Bereicherung des Vereins werden. Von Turnier zu Turnier verbessert sich auch Mila-Lentje Bast. Die 6-jährige Urenkelin des früheren Stralsunder Schachorganisators Wolfgang Müller ist auf einem guten Weg und bald werden sich auch Erfolge einstellen. „Star“ der Zweiten Mannschaft der FHSG war neben Anton Hannah Böttner. Sie spielte sehr erfolgreich und brachte im Duell der beiden Stralsunder Teams sogar ihren Bruder Oliver in ernsthafte Verlustgefahr. Hätte sie bei der U8-Landesmeisterschaft vor drei Wochen bereits so stark gespielt, wäre ihr zumindest Silber statt des vierten Platzes sicher gewesen.

Landesmeister LVM U10: FHSG Stralsund I

Aber die Stralsunder konnten nicht nur den Pokal, Medaillen und Urkunden mit an den Sund nehmen, sondern auch die Nachricht, daß neben Tim Jenschke und Oliver Böttner auch Jannis Troyke für den Landesauswahlkader des Nachwuchses nominiert wurde. Auch hierzu herzlichen Glückwunsch!

Text :  Hans-Jürgen Isigkeit

Schachreport 30.05.2014 - Kinderschach Landesmeisterschaft U8

Die diesjährigen Landesmeisterschaften in der Altersklasse U8 fanden in Greifswald statt. Mit 45 Teilnehmern gab es dabei bei den Jüngsten einen neuen Teilnehmerrekord. Mit von der Partie waren auch vier Stralsunder Kinder. Leider fehlten mit Yannik Holz (AG Spielkiste) und Robert David (AG Gagarin-Schule) die beiden wohl stärksten Stralsunder in dieser Altersgruppe, so daß man von vorneherein nicht mit Spitzenplatzierungen rechnen konnte. Lediglich Hannah Böttner konnte man zutrauen, die Silbermedaille vom Vorjahr zu verteidigen, der Rest der sehr kleinen und sehr jungen Stralsunder Delegation sollte Erfahrungen sammeln. Aber die sechs- und siebenjährigen Gagarin-Schul-Kids boten zum Teil ein hervorragendes Turnier. Die Verantwortlichen staunten nicht schlecht, als nach zwei der sieben Runden mit Henrik Marwedel, Arne Schmidt und Hannah Böttner gleich drei der vier Stralsunder zur Spitzengruppe gehörten. Lediglich der sechsjährigen Mila-Lentje Bast schien nichts zu gelingen. Auch in der nächsten Runde passierte ihr das gleiche: Gut gespielt, die bessere Stellung erkämpft, aber dann einen Mattangriff des Gegners falsch eingeschätzt. In der letzten Vormittagsrunde trafen dann die anderen drei auf die Spitze des Landes und dafür reichte es noch nicht. Lediglich Henrik gelang nochmals ein Remis. Eigentlich war Henrik wohl der krasseste Außenseiter des Turniers, aber in der ersten Hälfte des Turniers wuchs er weit über sich hinaus. Leider fehlten dem Sechjährigen in der zweiten Turnierhälfte noch Kondition und Konzentration. Dennoch kann er mit seiner Leistung sehr zufrieden sein. Das kann zweifellos auch Mila, denn die steigerte sich am Nachmittag enorm.  Zwei Siege und ein Unentschieden brachten sie auf Platz 7 in der Mädchenwertung. Außerdem ließ sie noch 10 Jungen hinter sich. Und auch sie hat mit 6 Jahren noch viel Zeit, kann noch zweimal in dieser Altersgruppe spielen. Die Urenkelin des früheren Stralsunder „Schachgurus“ Wolfgang Müller fand inzwischen, wie auch Yannik Holz und Arne Schmidt den Weg zum aktiven Schachsport in Der Schachabteilung der FHSG. Arne war dann die ganz große Überraschung aus Stralsunder Sicht. Der Siebenjährige bot ein tolles Turnier. Er gewann vier der sieben Spiele und landete damit im ersten Turnierdrittel. Das war nicht unbedingt zu erwarten gewesen. Stralsunds größte Hoffnung war jedoch Hannah Böttner, von der man eine Medaille bei den Mädchen erwarten konnte. Diese Möglichkeit hatte sie auch bis zum Schluss. In den ersten sechs Runden hatte sie vier Punkte gesammelt, aber ähnliches und mehr gelang auch der Turnierfavoritin Amy Bress aus Torgelow sowie Finja Trotzitzki (Loitz) und Asmaa Halabi aus Neubrandenburg. In der Schlussrunde gab es die kuriose Konstellation, daß Gold (Amy Bress) und Bronze (Asmaa Halabi) vergeben waren, während Hannah auf die Loitzerin traf. Dabei winkte der Siegerin die Silbermedaille während die Verliererin leer ausgehen musste. Leider konnte Hannah hier ihre weit größere Erfahrung nicht nutzen, so daß sie mit Rang vier vorlieb nehmen musste.

Zum Ende des Schuljahres wird es nochmals spannend: Am 21.06. findet in Greifswald die Landesmannschaftsmeisterschaft in der Altersklasse U10 statt. Dort wird Stralsund mit mindestens zwei Teams ins Rennen gehen. Eine Woche später finden in der Fachhochschule die Schachwettkämpfe im Rahmen der Stadtjugendsportspiele statt und am 05. Und 06. Juli geht es nach Bergen zum Rügenpokal. Dort wird Stralsund mit mindestens 10 Spielern teilnehmen.

Text: Hans-Jürgen Isigkeit

Schachreport 13.04.2014 - Punktspiele

In der vorletzten Runde der Spielklassen des Landesschachverbandes mussten Stralsunds Denksportler in der höchsten Spielklasse des Landes beim SAV Torgelow antreten. Zu Spielbeginn war noch unklar, ob der zweite Platz eventuell zum Aufstieg in die Oberliga reichen würde. Für die FHSG-Crew war schon lange klar, daß man darauf verzichten würde, sofern am Ende die Möglichkeit dazu bestanden hätte, aber die Torgelower wollten die Chance gerne nutzen. Da sich der bisher sehr erfolgreiche Niklas Rickmann, der für Karsten Manke einspringen sollte, am Abend vor dem Spiel krank meldete und so schnell kein Ersatz beschafft werden konnte, mussten die Fachhochschüler mit 7 Spielern antreten. Dies war am Ende entscheidend für den knappen Torgelower Sieg. Mit 4,5 : 3,5 behielten die Gastgeber die Oberhand. Ronald Mehl und Hartmut Glawe waren auf Stralsunder Seite siegreich, während Peter Hubert und Andreas Kohn remis spielten. Vor der letzten Runde liegen die Sudstädter auf dem vierten Tabellenplatz in der Verbandsliga. In der Schlussrunde treffen sie zu hause in der Mensa auf den überlegenen Staffelsieger und Oberligaaufsteiger SF Schwerin II. Die Schweriner dürfen nun doch in die dritthöchste deutsche Spielklasse aufsteigen, da deren Erste den Sprung in die 2. Bundesliga schaffte.

Auch die beiden Stralsunder Bezirksligateams mussten auswärts ran. Stralsund II musste in Anklam antreten und wollte dort einen möglichst deutlichen Sieg landen, um der eigenen Dritten eine Mini-Chance auf den Klassenerhalt zu bewahren. Diese trifft in der Schlussrunde auf die Anklamer und kann durch einen Sieg gegen diesen Gegner den Klassenerhalt noch schaffen. Der erste Teil des Planes ging auf, denn Stralsund II gewann auswärts klar mit 5,5 : 2,5. Klaus Vietinghoff (kampflos), Clemens Klinger, Hans-Jürgen Isigkeit, Kai Bösefeldt und Winfried Witt blieben siegreich während Hans Assmann remis spielte. In der Schlussrunde spielen die Fachhochschüler gegen den Greifswalder SV III und da hinter dem Aufsteiger SAV Torgelow II alle Teams dicht beieinander liegen, wird sich im Spiel gegen den Tabellendritten herausstellen, welchen Mittelfeldplatz Stralsund II am Ende belegen wird.

Anders stellt sich die Situation für Stralsund III dar. Gegen den Staffelsieger konnte lediglich Christian Busch mit einem Remis etwas Zählbares aus Stralsunder Sicht beisteuern. Allerdings ist das 7,5 : 0,5 für Torgelow II auch in dieser Höhe keine Überraschung, zumal zwei Partien kampflos verloren wurden. Will die Mannschaft den Klassenerhalt schaffen, ist eine gewaltige Steigerung erforderlich, denn der derzeitige Vorletzte  Anklam ist diesem Spiel klar favorisiert.

Schachreport 05.04.2014 - Schülerliga (Altersklasse U12)

Zum Finale der Schülerliga (Altersklasse U12) trafen sich in Rostock die jeweils beiden Erstplatzierten der Staffeln Ost und West. Neben der Altersklasse U16 (Jugendliga) ist dies die einzige Mannschaftsmeisterschaft des Schachnachwuchses Mecklenburg-Vorpommerns, die in einem Ligasystem ausgetragen wird. Gerade die ausgeglichene Ost-Staffel mit den 5 Final-Kandidaten SV Gryps Greifswald, Eintracht Neubrandenburg, SAV Torgelow, Greifswalder SV und FHSG Stralsund forderte unserer sehr jungen Crew schon vieles ab. Neubrandenburg und Stralsund waren am Ende die beiden Finalisten aus dem Osten und das 2:2 zwischen diesen beiden Mannschaften war das erste Finalresultat, da die Ergebnisse der Vorrundenstaffeln „mitgenommen“ wurden.  Stralsund musste also nur noch gegen Makkabi Rostock und den SSC Rostock antreten. Schlimmer ging es allerdings nicht, denn im Spiel gegeneinander gewann Makkabi gegen den Ortsrivalen knapp, aber alle anderen Teams der Weststaffel verloren gegen die beiden Giganten klar mit 0:4. Schon im Vorjahr dominierten diese beiden Mannschaften das Finale, das damals noch mit 4 Teams jeder Staffel ausgetragen wurde. Die beiden Rostocker Teams hatten auch einen DWZ-Durchschnitt aufzuweisen, von dem die beiden Ost-Mannschaften nur träumten. Mehr als 300 Punkte pro Spieler trennten beispielsweise den SSC Rostock und Stralsund.

Aber der erste Gegner war Titelverteidiger Makkabi. Alles andere als ein 0:4 wäre eine Überraschung gewesen! Aber stattdessen kam es zu einem sehr spannenden Kampf. Allerdings fiel die Entscheidung auf fast tragische Weise für die Makkabi-Spieler. Noch im Zug predigten die beiden Betreuer Burkhard Jabbusch und Hans-Jürgen Isigkeit gebetsmühlenartig daß die Bedenkzeit ausgenutzt werden sollte. Das Hauptproblem im Kinderschach ist eigentlich stets, daß zu schnell gespielt und Partien dann durch grobe Fehler verloren werden. Diesmal gab es genau das Gegenteil: Innerhalb von wenigen Minuten überschritten zwei Stralsunder in keinesfalls schlechterer Stellung die Bedenkzeit. Danach ging auch noch ein Endspiel mit einer Mehrfigur verloren und so blieb nur das Remis von Tim Jenschke als zählbares Resultat. Eine sehr bittere Niederlage! Die Betreuer hatten alle Hände voll zu tun, um den Kids das sonst ziemlich stark ausgeprägte Selbstbewusstsein wiederzugeben.

Aber Nachmittags zweigten die Stralsunder Jungs dann was sie drauf haben. Sie boten dem SSC Rostock einen spannenden Kampf auf Augenhöhe und erreichten ein sensationelles 2:2. Ein halber Punkt mehr und es wäre Silber gewesen, aber auch diese Bronzemedaille ist ein verdienter Lohn für eine gelungene Saison. Keiner der vier Stammspieler Oliver Böttner, Jannis Troyke, Tim Jenschke und Willi Schulz fiel leistungsmäßig ab. Alle überboten die 50-Prozent-Marke deutlich, wobei Tim mit 7 Siegen und zwei Remis noch etwas herausragte.

Nach der Silbermedaille der U10-Mannschaft, den beiden Landesmeisterschaftseinzelmedaillen durch Hannah Böttner und Tim Jenschke sowie dem starken Auftritt der eigenen Zweiten Mannschaft in der Staffel Ost der Schülerliga signalisierte die Nachwuchsabteilung der Fachhochschüler deutlich: Wir sind vorne angekommen, und das zwei bis drei Jahre früher als erwartet!

Text: Hans-Jürgen Isigkeit